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Eine hochwertige ultraleichte Kombi


Nach wie vor versuche ich mich immer wieder an interessanten Lösungen. Diesmal nun an einem ultraleichten Setup für Widefield-Aufnahmen basierend auf dem Sky Guider Pro, den ich Anfang 2021 von Teleskop Service Ransburg in München erworben habe.

Um dieses Setup optisch, ergonomisch und technisch auf den bestmöglichen Stand zu bringen, habe ich eine Reihe von Upgrades und Ergänzungen in Abstimmung mit TS Ransburg implementiert mit dem Ziel, in einer Testreihe das Optimum für mich und interessierte Astrofreunde heraus zu finden.

Neben einem guten APO und einer passenden astromodifizierten Kamera ist natürlich auch das Guiding und perfekt ausbalanciertes Equipment ein wichtiger Fsktor für ein gut funktionierendes Komplettsystem.

In einer ersten Stufe wurde deshalb die Standard Polhöhenwiege gegen eine stabilere und besser justierbare William Optics Variante ausgetauscht.

Auf der DEC Achse des SkyGuider musste ein leicht gängiger und butterweich einstellbarer Drehteller von TS mit Gradeinteilung eingebaut werden, um DEC feinfühlig und reproduzierbar auf das Zielobjekt einstellen zu können.

Für die seitliche Montage der Guiding-Einheit sitzt eine Doppelschiene (unten Vixxen, oben ArcoSwiss) quer auf einer Primaluce Klemme , um das Gleichgewicht leicht austarieren zu können. Mit dieser seitlichen Montageart ist das Guidescope sehr gut auf die optische Achse des Hauptteleskops auszurichten und durch die kurze Verkabelung aller Komponenten mit dem Asiair Pro wird unnötiger Kabelsalat vermieden.

Standardmäßig ist der Sky Guider Pro mit einem guten Polarscope ausgestattet. Leider verrenkt man sich selbst auf den Knien noch den Hals, um durch das Polarscope den Polarstern anzupeilen und die Montierung einzunorden. Um dies zu vermeiden bietet TS Optics einen 90° Winkeleinblick an, der die Poleinstellung durch den Einblick von oben sehr erleichtert.

Zunächst möchte ich die Leistungsfähigkeit dieses hochgerüsteten Setups mit dem Askar ACL200 APO testen. Laut Beschreibung soll er wegen zu kurzem Backfokus nicht visuell mit Amici Prisma nutzbar sein. Das stimmt nur mit dem Standard M69-M48 Adapter. Erste Tests mit speziellen Adaptern als Ersatz zeigen, dass es perfekt funktioniert. Mit meinem 1,25 Ethos 10mm Okular und sowohl mit dem William 1,25" 90° Amiciprisma für RedCat 51 als auch mit dem kurzbauenden T2 Zenitprisma 90° und meinen Adaptern komme ich gut in den Fokus.

SkyGuider

In den Standard-Adapter des ACL200 kann man auch einen M48 Filter einschrauben. Um den Filter leichter zu wechseln, werde ich statt dessen eine Filterschublade verwenden. Durch den 23mm Abstand vom M69 Gewinde bis zum EOS Anschluss ist dies leicht möglich. TS bietet hierzu einen 1mm kurzen M69-M48 Adapter und einen kurzen EOS Adapter an. Dazwischen passt gut eine 16mm oder 18mm Filterschublade für meine beiden Optolong Filter.

Um wirklich mobil und netzunabhängig zu sein, gehört ein leistungsstarkes Power Management zur Ausrüstung. Ich verwende ein tragbares RoyPow Ladegerät: 30W PD USB-C Power Bank 23400mAh 30W PD Ausgang / Eingang, 18W QC Ausgang, 120W 12V Zigarettenanzünder Ausgang und 60W 12V DC Ausgang



ACL200 mit Sucher

Für die Vorbereitung meiner Astroaufnahmen habe ich auf dem neuen Upgrade des ACL200 einen leichten TS 50mm Sucher montiert. Mit 4,4kg Gesamtgewicht auf der DEC Achse liegt die Einheit inklusive Guiding-Set noch unter der empfohlenen maximalen Zuladung der Montierung. Sie ist nach einer neuen Anordnung der Komponenten und mit 3 Gegengewichten bestens austariert und kann für einen Transport einfach aus den Prismenklemmen demontiert werden. Zusammen mit einem leichten, aber sehr stabilen Carbon Tripod wiegt das Setup insgesamt nur 14,4 kg auch wenn es schwerer aussieht.

Alternativ kann der APO bei der Aufnahme ohne Sucher oder bei Bedarf auch mit meiner erweiterten manuellen Lacerta Mikro Fokussier Einheit eingesetzt werden.

ACL200 mit Mikro Focuser

Oder auch komplett motorisiert mit meiner einfachen, aber perfekten Adaption des ZWO-EAF-Fokussierers.

ZWO-EAF

Ich bedanke mich bei Telskop Service Ransburg und vor allem bei Michael Paur für die gute Unterstützung.