Home

Von der Dachterrassen-Sternwarte zur Rolldachhütte

Natürlich wären die Rahmenbedingungen für hochwertige Astrofotos in Chile, in Namibia oder selbst auf dem Gahberg wesentlich besser als an unserem Standort in Ortsrandlage am Mondsee. Eine Prämisse war jedoch von Beginn an, Familie und Hobby in Einklang zu bringen. Deshalb war die unmittelbare Nähe zu den Wohnräumen eine Grundvoraussetzung bei der Planung einer Sternwarte.

Unsere erste Sternwarte in Österreich wurde auf unserer Dachterrasse in Tirol aufgebaut. Nach mehr als 1-jähriger Erfahrung mit einer im Freien stehenden Montierung mit all den Problemen des Auf- und Abbaus bei Kälte und Schnee, der immer wieder notwendigen Einnordung und Kalibrierung, starr gefrorener Kabel und Finger und den häufig auftretenden Problemen durch die kälteempfindliche Montierung musste eine praktikable Alternative für die Zukunft gefunden werden.

Auch die zeitweise durchgeführten Astronomie-Aktivitäten in Spanien waren wegen des permanent schlechten Seeings auf Meereshöhe sehr unbefriedigend und wurden wieder aufgegeben.

Statt dessen haben wir mit der Planung und dem Bau einer Rolldachhütte in Oberösterreich begonnen und mittlerweile beendet. Hier betreibe ich nun stationär unsere Sternwarte mit einer direkten Anbindung per WLAN an die Wohnräume und die Überwachung und Steuerung der Aufnahmesequenzen remote per iPhone oder der Workstation im Haus.

Der gesamte Workflow vom Anfahren und genauen Justieren des Aufnahmeobjektes per PlateSolve, der Fokussierung, den Aktionen zur Durchführung der Aufnahmesequenzen sowie der Steuerung beider Teleskope und Kameras im Dual-Betrieb kann vollautomatisch durchgeführt werden.

Bedingt durch einen anstehenden Wohnortwechsel mit geplanten Neubaumaßnahmen haben sich die Prioritäten etwas verschoben so dass für Astrofotografie nur wenig Zeit an den Wochenenden bleibt. In einer automatisierten Sternwarte geht es dann am zukünftigen Standort auf einer Knicksäule weiter mit neuem Equipment. .