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Mein stationäres Observatorium

Als Montierung für die Steuerung der Teleskope habe ich zu Beginn die Celestron CGE ausgewählt. Sie trägt Geräte bis ca. 30kg Eigengewicht, je nach Hebel und Ausrüstung.

Leider waren die standardmäßig eingebauten Patch-Kabel für RA- und DEC-Steuerung äußerst fehleranfällig und haben mir eine Vielzahl von Fehlversuchen bei Langzeitaufnahmen und Guiding beschert. Erst der Umbau der Montierung mit dem Kabelsatz eines Anbieters aus USA, der speziell für dieses Kabelproblem der CGE eine professionelle Verkabelung anbietet, erlaubt seitdem einen fehlerfreien Betrieb der CGE ohne Aussetzer auch bei großer Kälte. Zusätzlich wurden auch die beiden Lager der RA- und DEC-Achse ausgetauscht, um eventuellen Verschleißerscheinungen vorzubeugen.

Mitte 2016 habe ich mich entschlossen, die in die Jahre gekommene Celestron CGE gegen eine Skywatcher EQ8 auszutauschen um auch für zukünftige Entwicklungen gerüstet zu sein. Diese ist mit 50KG auch deutlich tragfähiger.

Mit de EQ8 habe ich seit 2016 einige sehr gute Aufnahmen gemacht. Vor allem die variable Doppelbefestigung mit der ich bis zu 3 Teleskopen auf der EQ8 sauber nachführen konnte war dabei eine sehr wertvolle Hilfe. Diese Montierung hat alle meine Erwartungen erfüllt.

Wegen unseres Wohnortwechsel von Mondsee in die Gegend von Linz habe ich meine Astrohütte in Mondsee zum Jahresende 2018 aufgelöst.


Mein mobiles Observatorium

Mittlerweile ist unser neues Domizil im Mühlviertel auf dem Balkon von Linz fast fertig. Da ich an diesem Wohnort keine Rolldachhütte mehr habe, werde ich ein mobiles, komplett aufgebautes Setup auf Rollen einsetzen.

Aus einer gschützten Parkposition im Vorraum der Garage, wird es bei Bedarf auf einen vorbereiteten Platz auf der Terrasse gefahren und auf Schwingungsdämpfern fixiert. Strom- und Lan-Anschluss sind dort vorhanden, die Position ist eingenordet. Die gesamte notwendige Elektronik ist auf der Geoptik Mittelspinne untergebracht, der Astro-Laptop auf einer drehbaren Befestigung oben auf der Ablageplatte. Das Setup ist mit 3 verschiedenen Teleskopen mit jeweils einer DSLR-Kamera für unterschiedliche Aufnahmesituationen im Parallelbetrieb ausgestattet. Für möglichst einfache Bedienung wurde es vor dem Echteinsatz optimiert.

Künftig werde ich die Teleskope nur noch manuell fokussieren. Der WhiteCat 51 ist standardmäßig mit einem Helical-Fokussierer ausgerüstet. Dessen Gängigkeit ist zwar einstellbar, allerdings ist er ohne Untersetzung nur grob fokussierbar. Deshalb habe ich eine eigenentwickelte Feinjustierung mit Zahnriemen und Zahnscheibe passend eingebaut. Hiermit kann ich dann die Fokussierung des WhiteCats mit einer 1:10 Untersetzung manuell genau so fein wie am Esprit einstellen.

Hinten auf der 3" Prismenschiene sitzt ein Optokoppler, mit dem ich alle 3 Kameras synchron auslösen kann. Mit dem MGEN II sogar inkl. dithering.

Die EOS 6D am Esprit und die EOS 77D am WhiteCat haben das gleiche Bildfeld. Also kann ich mit der einen Kombi z.B. Farbe aufnehmen und mit der anderen parallel Schmalband zur Kontraststeigerung. Oder mit vertauschten Kameras ein kleineres Bildfeld einer Galaxie oder eines Nebels und mit der anderen ein schönes Widefield drum herum. Das WhiteCat Teleskop ist auf der optischen Achse justierbar. Parallel könnte dann noch mit dem Canon 16-35mm ein Milchstraßen Panorama aufgenommen werden. Spart viel Zeit mit den jeweils passenden Filtern.

Die gesamte Zuladung wiegt ca. 12 kg und ist perfekt ausbalanciert, also kein Problem für die neue Montierung CGEM II, welche die EQ8 aus Gewichtsgründen abgelöst hat.