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Grenzgrößen von eigenen Astroaufnahmen bestimmen

nach vielen Versuchen habe ich es jetzt hinbekommen, meine Astroaufnahmen so in Aladin zu platzieren, dass der SDSS-Katalog unterlegt werden kann und der Bildausschnitt exakt übereinstimmt. Mit der Blink-Funktion kann man dann zwischen beiden Bildern hin- und herblinken und sieht wenn man zoomt sofort, wie die eigene Auflösung sich darstellt. Mit Click auf ein Objekt versucht Aladin dann, das Objekt zu identifizieren und falls vorhanden auch die Mag-Werte einzublenden. Leider wird hierzu der SIMBAD-Katalog unterlegt und dort sind ziemliche Grenzen gesetzt. Manche Objekte werden gar nicht gefunden und bei vielen sind auch keine Mag-Werte vorhanden.

Folgende Vorgehensweise funktioniert:

Vorbereitung der Daten:

  • Mit Pixinsight das fertige JPG laden und vertikal spiegeln.
  • Dann mit der Script-Funktion "ImageSolver" das Bild astrometrieren
  • Das Bild als 16-Bit FITS abspeichern.
  • Das JPG nochmals laden und ebenfalls vertikal spiegeln.
  • Das Bild als JPG wieder abspeichern.


  • Weiterarbeit in Aladin:

  • Mit File/Load localFile das gespiegelte FITS laden.
  • Image/Astrometrical Calibration aufrufen und byWCSHeader die WCS-Daten kopieren.
  • Mit File/Load localFile das gespiegelte JPG laden
  • Image/Astrometrical Calibration aufrufen und byWCSHeader die WCS-Daten der FITS-Datei per Paste auf das JPG speichern.
  • Nun nur noch in ALADIN mit der Headline oben den SDSS Katalog laden
  • ALADIN blendet nun aufgrund der WCS-Daten das genaue Bildfeld ein


  • Hier die Vorgehensweise:

    0.1 Vertikal gespiegelte FITS Datei in ALADIN laden
    Fits laden

    0.2 WCS Daten per Copy in Zwischenspeicher laden
    WCS-Daten laden

    0.3 Vertikal gespiegelte JPG Datei in ALADIN laden und WCS-Daten austauschen
    JPG laden

    0.4 SDSS Katalog laden, alle Planes sind nun exakt gemäß WCS Daten ausgerichtet
    SDSS laden

    1. Meine Aufnahme M97/M108 mit einem Mag 11.97 Stern
    Eigene Aufnahme M97/M108

    2. Per Blend-Taste die SDSS-Daten mit gleichem Objekt
    SDSS-Daten

    3. Die SDSS-Daten per Zoom auf M97 gezogen. Im weißen Kreis ist ein Objekt zu identifizieren
    M97 in SDSS

    4. Meine Daten per Zoom ebenfalls auf M97 gezogen. Im weißen Kreis ist das gleiche Objekt sichtbar
    M97 in meiner Aufnahme

    5. Mit der Maus per Click auf das Objekt zeigt eine Galaxie mit Mag 17
    Galaxie mit Mag 17

    6. Überblendung eigene Daten mit SDSS Daten
    Überblendung

    Leider ist der SDSS-Katalog und der unterlegte SIMBAD-Katalog für die Objekt-Analyse sehr limitiert. Wenn man tiefer hineinzoomen möchte, kann man zusätzlich z.B. mit dem PANSTARRS-Katalog arbeiten. Die Vorgehensweise wie oben beschrieben kann zunächst so bleiben. Zusätzlich gibt man unten links in der Select-Box "PANNSTARRS" ein und bekommt dann links oben "PS1 - The Pan-STARRS release ...." zur Auswahl angeboten. Ein Click blendet ein Fenster ein, dort wähllt man "progressive" aus und clickt auf "Load". Die PANSTARRS-Daten werden dann exakt analog der WCS-Daten über das eigene Bild und damit auch über die SDSS-Daten gelegt.

    7. Einbindung des PANSTARRS-Katalogs
    PANSTARRS

    8. Einbindung des PANSTARRS-Katalogs am Beispiel M51. Die Objektdaten werden dann anders als bei SDSS nicht im Bild eingeblendet sondern unten sehr ausführlich in einer Tabelle dargestellt.
    PANSTARRS mit M51

    Bei richtiger Vorgehensweise sieht man rechts ähnlich wie bei Photoshop eine Ebenen-Einblendung, mit der man nun viele Funktionen durchführen kann. Mit der obersten Taste (siehe Pfeil) kann man die PANSTARRS-Ebene ein- und ausblenden. Mit den Schieberegistern darunter kann man zoomen (geht auch mit dem Mausrad), den Grad der Überblendung steuern oder auch die Größe der PANSTARRS-Rahmen verändern.

    9. Ebenen
    Ebenen

    10. Ein-Ausblenden des SDSS-Katalogs mit der Wink-Taste (siehe Pfeil)
    SDSS Überblendung

    11. Verlässlich nachweisbare Grenzgröße in meiner M97/M108-Aufnahme 20.5 gmag
    Grenzgröße 20.5mag

    12. Das Ganze funktioniert natürlich auch mit gestreckten, invertierten Aufnahmen. SDSS erkennt da gar nichts. Deswegen habe ich ihn ganz weggelassen. Mit PANSTARRS kann ich bei meiner IC343-Aufnahme noch Werte von 21.9 gmag verlässlich nachweisen
    IC342 invertiert